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28.10.2003  Verordnung über den Naturpark „Harz/Sachsen-Anhalt"

Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Sachsen-Anhalt 2003 (Nr. 37 vom 4.11.2003, S. 280 - 285)


NUP 004

Das Selketal ist schon lange ein beliebtes Reiseziel

Heinrich Heine (1797 - 1856)   

aus:  "Die Harzreise" 1826

Ich kann nicht umhin, hier ebenfalls anzudeuten: daß der Oberharz, jener Teil des Harzes, den ich bis zum Anfang des Ilsetals beschrieben habe, bei wei-tem keinen so erfreulichen Anblick, wie der romantisch malerische Unterharz gewährt, und in seiner wildschroffen, tannendüstern Schönheit gar sehr mit demselben kontrastiert; so wie eben-

falls die drei, von der Ilse, von der Bode und von der Selke gebildeten Täler des Unterharzes gar anmutig untereinander kontrastieren, wenn man den Charakter jedes Tales zu personifizieren weiß. Es sind drei Frauen-gestalten, wovon man nicht so leicht zu entscheiden vermag, welche die schönste sei.

......................Minder zärtlich, aber fröhlicher, zeigte sich mir die schöne Selke, die schöne, liebenswürdige Dame, deren edle Einfalt und heitere Ruhe alle sentimentale Familiarität entfernt hält, die aber doch durch ein halbverstecktes Lächeln ihren neckenden Sinn verrät; und diesem möchte ich es wohl zuschreiben, daß mich im Selketal gar mancherlei kleines Ungemach heimsuchte, daß ich, indem ich über das Wasser springen wollte, just in die Mitte hineinplumpste, daß nachher, als ich das nasse Fußzeug mit Pantoffeln vertauscht hatte, einer derselben mir abhanden, oder vielmehr abfüßen kam, daß mir ein Windstoß die Mütze entführte, daß mir Walddorne die Beine zerfetzten, u. leider s. w. Doch all dieses Ungemach verzeihe ich gern der schönen Dame, denn sie ist schön. Und jetzt steht sie vor meiner Einbildung mit all ihrem stillen Liebreiz, und scheint zu sagen: wenn ich auch lache, so meine ich es doch gut mit Ihnen, und ich bitte Sie, besingen Sie mich. .............

Mägdetrappe

 Unser Selketal ist eines der bedeutendsten Urlaubsgebiete des Harzes
in Sachsen-Anhalt und eine Lebensader des regionalen Tourismus
.

Das Selketal nimmt bei den Sehenswürdigkeiten des Harzes einen hervorragenden Platz ein. Dem Touristen bietet das liebliche Tal, durch das sich die Selke windet, mit den bewaldeten Berghängen ideale Wandermöglichkeiten auf dem Selketalstieg für Fußgänger und Radfahrer .

Zwischen der Selkemühle und der Thalmühle ist der Weg für Kraftfahrzeuge gesperrt. Im Sommer werden Kutschpartien angeboten.

siehe auch:


Der an der Geschichte interessierte Tourist kann die Burg Falkenstein besuchen und von dort einen Blick in das Selketal werfen. Weiter führt ihn die Straße der Romanik zur die Weltkulturerbe-Stadt Quedlinburg, nach Gernrode und Ballenstedt, zur Konradsburg bei Ermsleben und nach Frose.


Der an Industrie und Technik interessierte Tourist durchfährt mit der Harzer Schmalspurbahn von Gernrode aus über Alexisbad bis Stiege das Selketal.

In Mägdesprung kann das Carlswerk - eine Eisenmanufaktur und in Straßberg in der "Grube Glasebach" historischer Bergbau besichtigt werden.


Der Harz und das nördliche Harzvorland wurden wegen der vielfältigen Naturausstattung zum Landschaftsschutzgebiet und Naturpark erklärt. Sehenswert sind das wildromantische Bodetal bei Thale ,

der Schloßpark Ballenstedt , der Park Degenershausen und die Orte des Geoparks Harz wie die Teufelsmauer und die Gegensteine.


Der Harz hat interessante und vielfältige Reiseangebote. Die Hotels und Pensionen z.B. in Alexisbad, Meisdorf bieten einen angenehmen Aufenthalt.

 

Die Gaststätten und Hotels im Harz brauchen das Selketal - jetzt und in Zukunft !

Unsere Gäste wollen die Landschaft genießen (z.B. den Blick von der Burg Falkenstein in das noch unzerstörte Selketal) und kommen nur in eine intakte Natur.

Der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens bei Meisdorf
bedroht dieses Urlaubsgebiet.

Dessen Beeinträchtigung wird bei Berücksichtigung unserer Alternativen vermieden.

Dazu aus der Kleinen Anfrage des Landtagsabgeordneten D. Weihrich (B 90/Grüne ) - drs 6/920 von 2012 :

Frage 21

Antwort der Landesregierung

Kommentar der Bürgerinitiative

Welche positiven und negativen Einflüsse haben die Baumaßnahmen und deren Folgen auf die Infrastruktur der Städte Falkenstein und Harzge-rode, den Tourismus und die Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes in unmittelbarer Nähe der Baustelle und darüber hinaus im ganzen Selketal und wie sollen die nega-tiven Einflüsse ausgegli-chen werden ?

Negative Einflüsse des Vorhabens auf Infrastruktur, Tourismus sowie Hotel- und Gaststättengewerbe in der Umgebung bzw. den betreffen-den Ortschaften sind nicht zu erwarten. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass reges Interesse seitens der Bevölke-rung und bei Gästen an Baumaß-nahmen an Talsperren (z. B. an der Rappbodetalsperre) besteht. Dies hat auch den Tourismus sowie das Hotel- und Gaststät-tengewerbe in der Umgebung positiv beeinflusst.

Nach einem Hochwasser wird der zurückble-ibende Schlamm das Tal unpassierbar machen.

Die Veränderung des Mikroklimas zerstört die schützenswerten Biotope.

Selbst Befürwortern des HRB im Selketal wird diese Tatsache jetzt erst langsam bewusst und regt zum Nachdenken über die Auswirkungen des Baus dieses HRB an. Wer das HRB Meisdorf mit der Rappbode-Talsperre vergleicht, der ver-gisst, dass diese Talsperre eine vollkommen andere Nutzung - Trinkwasserreservoir - hat und ständig mit Wasser gefüllt ist.

Im Gegensatz zur Landesregierung befürchten die Hotels und Gastwirte das schlimmste.

Harzer Wandernadel

www.harz-urlaub.de

www.harz-ferienwohnungen.com,

www.vandervalk.de/de/harz-park-hotel-schloss-meisdorf  
http://www.harz.de

www.selketalinfo.de
www.hotel-thalmuehle.de
www.selketal-harz.de