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bautechnische Alternativen

HRB Katzsohlbach

Damm oberhalb des kleinen Teiches. Obwohl nicht im NSG ist seine Inanspruchnahme für die Natur ein großer Verlust. Dieses HRB ist nur erforderlich, wenn die Vergrößerung des Mühlteiches für den Schutz Güntersberges nicht ausreicht.


Mühlteich Güntersberge

Erhöhung des Dammes um ca. 1 m. Der Bahndamm und die Gebäude am Ufer werden nicht beeinträchtigt Mit seinem großen Einzugsgebiet und der großen Teichfläche bietet diese Volumenvergrößerung einen hohen Schutz für die Unterlieger.


HRB Straßberg

Genauere Berechnungen werden höchstwahrscheinlich ergeben, dass das HRB kleiner werden kann.

Auch bei der vom LHW vorgesehenen Größe dieses HRB sind Silberhütte, Alexisbad und der Siedlungen I.Hammer bis Selkemühle nicht ausreichend geschützt.

Um die Bewohner auch vor einem HQ 100 schützen zu können, sind diese Maßnahmen ein Kompromißangebot, denn bei Katzsohlbach und Straßberg wird zur Erreichung des o.g. Ziels die Natur ebenfalls geschädigt.

Die Bürgerinitiative „Naturnaher Hochwasserschutz Selke“ hat immer wieder gefordert, die Harzteiche in dem Umfang einzubeziehen, in welchem dies ökolo-gisch unschädlich ist.

Durch die Nutzung einer oberen Wasserlamelle von ca. 1-2 m Dicke bei allen Teichen wird ein wichtiger Bei-trag zur Hochwasserrückhaltung im Entstehungsgebiet geleistet.

Zusammen mit der bedeutenden Rückhaltemöglichkeit im mittleren Abschnitt des Uhlenbachtales können sowohl die nach wie vor bedrohten Orte Silberhütte und Alexisbad als auch das untere Selketal und der Ort Meisdorf vor einem HQ 100 ausreichend geschützt werden – und zwar ohne ein naturzerstörerisches HRB Meisdorf.


Die ökologisch unschädliche Nutzung der oberen Wasserschicht aller Teiche, die die Bürgerinitiative seit langem fordert, muss deswegen um so deutlicher betont werden, als der Talsperrenbetrieb sowohl in seiner "Informations"broschüre (August 2011), Seite 4 als auch in der Zeitschrift "Der Harz" (5/2012) wider besseres Wissen behauptet hat, die Vorstellungen der Naturschützer würden zu einer ökologischen und landschaftlichen Wüste bei den Harzteichen führen.

Verantwortungsloser kann man die Tatsachen gar nicht verdrehen – denn eine ökologische Wüste wird ja gerade vom LHW und dem TSB mit dem HRB Meisdorf geplant.

HRB Uhlenbach

Damm oberhalb der Aufbereitungsanlage zur Klärung der Grubenwässer aus den Wasserlösungsstollen Rückstaufläche bis an die B 242


Der LHW behauptet, diese HRB wäre wegen Klüften im Untergrund undurchführbar; das wird vom Landesamt für Geologie und Bergwesen nicht bestätigt.

Trotz HRB Straßberg erforderlich zum Schutz von Silberhütte, Mägdesprung und der Siedlungen I. Hammer bis Selkemühle Dieser Bereich hat keine hochwertige Naturausstattung und keine touristischen Besonderheiten.

Der Hochwasserschutz für Güntersberge, Silberhütte und Alexisbad findet hier stärkere Berücksichtigung.

HRB Lange Wiese Meisdorf

Die Lange Wiese oberhalb von Meisdorf bietet die Möglichkeit eines HRB mittlerer Größe. An dieser Stelle überquert eine Brücke (Annenbrücke) die Selke.
Statt der Brücke ein Durchlaßbauwerk mit einem ca. 4 m hohen Damm, über den die Straße geführt wird. Rückstau bis zum Pegel an der Abzweigung zum Gartenhaus.

Bei Durchführung aller o.g. Maßnahmen hat die Selke in Meisdorf nur noch ein Durchfluß-volumen aufzunehmen, das mit der Kanalisierung der Selke und Umbau eines Wehrs im Ort aufgefangen werden kann.
Daher ist der Bau eines HRB bei Meisdorf nicht gerechtfertigt, zumal es vor einem Hochwasser wie 1994 - einem HQ 200 - nicht ausreichend schützen würde.


Nachdem wir 2016 erfuhren, daß der Neubau dieser Brücke geplant ist, wandten wir uns mit einem dringlichen Appell an die zuständigen Ministerien mit diesem Vorschlag .

HRB Ermsleben

Bei dem Hochwasser 1994 war die gesamte Talaue oberhalb Ermslebens bis kurz vor Meisdorf überschwemmt, bildete so eine natürliche Retentionsfläche.
Mit einem das Tal abschließenden Damm, der bis 10 m hoch gebaut werden kann, wird etwa die gleiche Fläche bei einem HQ 100 für das HRB beansprucht. Damit läßt sich der umfas-sendste Hochwasserschutz für alle Unterlieger erreichen.


Zusätzliche Möglichkeiten :

Bei geringerer Höhe des Dammes stehen zur Verfügung :


HRB Sauerbach mit dem gelben Einzugsgebiet

HRB Getel mit dem grünen Eizugsgebiet (32 km²). Es nimmt die Wassermassen aus Ballenstedt auf und bietet Schutz vorwiegend für Hoym

Wir haben nie behauptet, dass unsere Vorschläge weniger kosten werden,
als die Planungen des LHW - aber wieviel kostet zerstörte Natur ?

Sie ist unbezahlbar !!!

Teiche

Von den insgesamt 28 Teichen im Bereich der Selke sind vor allem die folgenden geeignet. Die anderen sollten aber nicht vernachlässigt werden.


Frankenteich, Kiliansteich,     Birnbaumteich,     Teufelsteich, Fürstenteich

Der Franken-, Kilians-, Teufels- und Fürstenteich sind schon vom LHW für den Hochwasserschutz vorgesehen. Deshalb sollte ihr normaler Wasserstand - mindestens aber ab Herbst - etwa 1 m unter dem Stauziel liegen, um immer ein Volumen für einen plötzlichen Starkregen bieten zu können.

Der Maliniusteich bildet den Abfluß aus Franken- und Kiliansteich und muß dafür ertüchtigt werden. Das Teichvolumen kann vor einem in den Vorhersagen angekündigten Unwetter über die obengenannte Absenkung hinaus weiter bis zu einem der Flora und Fauna der Teiche verträglichen Maß verringert werden. Damit bieten die Teiche einen wesentlichen Schutz für die Bewohner des Selketals.


Ein Ausbau dieser Teiche würde nur einen geringen weiteren Effekt bringen, weil ihr Einzugsgebiet sehr klein ist. Da die Harzteiche wichtige ökologische Funk-tionen erfüllen, steht eine komplette Inanspruchnahme für den Hochwasserrückhalt überhaupt nicht zur Debatte.

In der sogenannten "Informations"broschüre des Talsperrenbetriebes wird trotzdem den Lesern die Speichermöglichkeit der geleerten Harzteiche benannt – jedoch ohne diesen Umstand zu verdeutlichen. Es ist zu begrüßen, dass die Landesregierung hier nun öffentlich zugibt, dass der Talsperrenbetrieb die Öffentlichkeit falsch informiert hat. Denn durch die Nennung einer Speichergröße mit der o.g. Zahl, die faktisch nicht wirklich vorhanden ist, wird die Öffentlichkeit regelrecht irregeführt.

Umflutmulde Reinstedt

1994 ist in dem offensichtlich ehemaligen Flußbett ein Teil des Hochwassers geflossen. Dieses Flußbett ist wieder herzurichten.

 Am Ortseingang von Reinstedt werden zwei Sperrbauwerke errichtet, die bei Hochwasser so gesteuert werden, dass die schadlos durchleitbare Wassermenge durch den Ort und die darüber hinausgehende Menge über die Umflutmulde fließt. Diese Maßnahme verursacht von allen hier vorgeschlagenen die geringsten Kosten.

HRB B 6 n

Die B6n wurde mit einem Damm und einer Brücke über die Selkeaue geführt.Damals hätte dieser Damm so gebaut werden können, daß er für den Hochwasser-Rückhalt geeignet ist. Erforderlichernfalls ist ein Umbau in dieser Richtung möglich.


Umflutmulde Gatersleben

folgt einem historischen Flußlauf und verläuft von einem neu zu bauenden Wehr zwischen Hoym und Gatersleben, dann westlich Gatersleben bis Hausneindorf und entlang des Bahndammes bis zur Mündung in die Bode.

Die Mulde wird durch einen ca. 1,5 m hohen Deich gegen den Ort Gatersleben (östlich) und den westlichen Rand des Überschwemmungsgebietes von 1994 begrenzt.

Erforderlich zum Schutz von Gatersleben vor einem HW aus dem Entstehungsgebiet der Selkeaue

Diese Umflutmulde ist deshalb sinnvoll, weil ein Starkregen nicht nur im Harz niedergeht, wo er im HRB Ermsleben aufgefangen würde, sondern wenn er in der Selkeaue niedergeht. Die Mulde bietet wesentlich höheren Schutz als die Kanalisierung.